Türkis

Türkis Turquoise

Freiform aus unbehandeltem persischem Türkis



Der leuchtend blaue Türkis wurde schon im Altertum in verschiedenen Ländern gewonnen und zu Schmuck und kulturellen Gegenständen verarbeitet.

Türkis ist ein Sekundärmineral und bildet sich oft in Spalten und Hohlräumen kupferhaltiger Gesteine. Das Kupfer verleiht diesem schönen Stein seine blaue Farbe während Beimengungen von Eisen für grünliche Farbtöne verantwortlich sind.


Aufgrund dieser Entstehungsform bildet Türkis fast nie Kristalle aus sondern wird in Form von Knollen, Platten oder Stalaktiten (Tropfsteinartig) gefunden.
Bedeutende Vorkommen liegen in den USA, Mexiko, Sinai, und China. Die ältesten Fundstellen mit sehr schönen Qualitäten befinden sich im Iran (Persischer Türkis).

Im Idealfall ist Türkis fast so hart wie Quarz, meistens sind die Steine jedoch mehr oder weniger porös, somit weicher und müssen nachbehandelt werden.

Schätzungsweise sind mehr als 90% aller geschliffenen Türkise behandelt.
Dies reicht von einfachem imprägnieren mit Öl oder Wachs über stabilisieren mit Kunstharz bis zu färben, rekonstruieren und imitieren.
Die Grenzen was "erlaubt" ist und was nicht, sind nicht klar definiert. In der Regel sind billige Steine die schön aussehen einfache Fälschungen z. Bsp. aus Plastik oder gefärbtem Howlith.

Wir lehnen das färben oder imitieren von Türkis ab, weil damit der Kunde getäuscht wird. Die Behandlung mit Wachs oder das stabilisieren mit farblosem Kunstharz halten wir bei entsprechender Deklaration für gute Methoden.
Türkis Turquoise
Türkis Rohstein, stabilisiert (ungefärbt)
Türkis Turquoise
Türkis Rohstein gesägt
Allgemeines:
Kristallsystemtriklin
Mohshärte5 bis 6
Spaltbarkeitgut
Dichte g/cm32.6 bis 2.9
Bruchmuschelig, uneben
Strichfarbeblauweiss, grünlichweiss
Transparenzundurchsichtig
GlanzWachsglanz
chemisches Verhaltenempfindlich auf Säuren und Laugen, löslich in erhitzter Salzsäure, hitzeempfindlich